Die Basis vom Medical Taping Concept wurde in den siebziger Jahren in Asien gelegt. Hier wurden damals die Tapemethoden entwickelt, ausgehend von dem Gedanken, dass Bewegung und Muskelaktivität wichtig sind, um die Gesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen. Muskeln sind nicht nur für die Bewegung notwendig, sondern auch z.B. für den Blut- und Lymphkreislauf sowie bestimmend für die Körpertemperatur.

Wenn Muskeln nicht gut funktionieren, kann das also eine Reihe von Beschwerden und Erkrankungen verursachen. Um die vielfältigen Aufgaben der Muskeln zu unterstützen, wurden mehrere elastische Arten von Tape entwickelt, die die Muskeln in ihren Funktionen begleiten, ohne die Bewegung einzuschränken. Somit wird der körpereigene Erholungsprozeß aktiviert bzw. beschleunigt.

Während der Entwicklung dieser Methode stellte sich schnell heraus, dass das Anwendungsgebiet viel größer ist, als nur die Behandlung von Muskeln: Die „liftende“ Wirkung des Tapes bewirkt eine sofortige Druck-verminderung, wodurch der Blutkreislauf und die Lymphabfuhr wiederhergestellt werden. Der Druck auf die Schmerzrezeptoren nimmt ab, der empfundene Schmerz vermindert sich sofort. Automatisch wird das physiologische Bewegungsmuster wieder möglich. Anders gesagt, das Tape unterstützt genau das, was der Körper unter optimalen Umständen selber machen würde.

Das Anwendungsgebiet ist breit gestreut: Nachbehandlung von Verletzungen, Reduzieren von Entzündungen oder Feuchtigkeits-häufungen (Ödem, aber auch Hämatomen), Haltungskorrektur, Behandlung von Beschwerden durch Überbelastung (wie Tennis- oder Golferellbogen). Auch neuro-reflektierende Beeinflussung, z.B. bei Kopfschmerzen, gehört zu den Möglichkeiten, ebenso wie vorbeugendes Tapen.

Auch in der Sportwelt bürgert sich das Konzept immer mehr ein. Es gibt einige professionelle Fußballvereine, die bereits über einen längeren Zeitraum mit dem Tape arbeiten (zum Beispiel NEC Nijmegen, 1860 München, Borussia Dortmund, u.a.). Während der Olympischen Spiele in Athen waren mehrere Athleten mit dem elastischen Tape zu bewundern, ebenfalls bei der Handball-WM 2007.

Seit 1998 hat sich die japanische Tapemethode in Europa durch Schulungen von Physiotherapeuten und Ärzte verbreitet und weiterentwickelt. Die Folge war, dass immer mehr Möglichkeiten entdeckt wurden. So entstanden schnell viele neue Techniken, wie “Medical Taping”, “Lymph Taping”, “Meridian Taping” und “Cross Taping”. Alle diese Methoden sind daraufhin in das Medical Taping Concept eingebracht worden.

Das Medical Taping Concept (PhysioTaping) ist somit eine revolutionäre Behandlungsmethode, die sich von konventionellen Tapen mit dem Ziel der Ruhigstellung grundlegend unterscheidet. Die Möglichkeiten, die das Medical Taping Concept bietet, können uns bei der täglichen Arbeit in der Physiotherapie ideal unterstützen und sichern einen Behandlungs-effekt über einen längeren Zeitraum und ergänzen unsere manuelle Behandlung im Bereich der Krankengymnastik und der manuellen Lymphdrainage.

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter www.medicaltapingconcept.de